Logo des Kirchenkreises

Unser Leitbild

1. Wer wir sind

Karte der Grenzen des Kirchenkreises und der Gemeinden (noch nicht eingearbeitet)

Den Kirchenkreis Köln-Nord gibt es seit 1964 nach Teilung des alten Kirchenkreises Köln in vier Kirchenkreise. Gemeinsam mit den ihm angeschlossenen achtzehn Kirchengemeinden gehört er zur Evangelischen Kirche im Rheinland.

Mit den anderen Kirchengemeinden in Köln, im Rhein-Erft-Kreis und in Teilen des Rheinisch-Bergischen-Kreises bilden wir den „Ev. Kirchenverband Köln und Region“. Der Verband nimmt durch seine Ämter und Einrichtungen wesentliche übergemeindliche Aufgaben auch für unseren Kirchenkreis wahr, wie z.B. Diakonisches Werk, Schulreferat, Melanchthon-Akademie u.a.

Nähere Informationen unter www.kirche-koeln.de.

 

2. Was uns bewegt

2.1. „Gott ist die Liebe, und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm“ (1. Johannes 4,16)

Gottes Liebe und Zuwendung allen Menschen weiterzusagen und sie zu einem neuen Leben in Gerechtigkeit und Solidarität zu ermutigen – das ist der Auftrag der Kirche.

Daraus leitet sich für uns ab:

Zusammen mit den angeschlossenen Kirchengemeinden setzen wir uns dafür ein, die Kirche vor Ort zu stärken. Darüber hinaus ist es uns wichtig, die Ökumene zu fördern und Verantwortung in der Gesellschaft zu übernehmen.

Wir sind als Kirchenkreis Teil der einen weltweiten Kirche Jesu Christi. Wir bekennen uns zu Jesus Christus und wissen uns gegründet auf die Heilige Schrift. Mit den Kirchen der Reformation bezeugen wir, dass die Heilige Schrift die alleinige Quelle und Richtschnur unseres Glaubens ist. Wir bekennen uns in Anlehnung an die Barmer Theologische Erklärung zu dem Auftrag, Zeugnis von Gottes Liebe und Gerechtigkeit zu geben. Damit haben wir Teil an der Mission Gottes in und für die Welt.

2.2. „Nun sind wir Botschafter an Christi statt“ (2. Kor 5,20 )

Dieses Pauluswort beschreibt das, was Kirche ist, wie sie sich und ihren Grundauftrag versteht und welches Ziel sie vor Augen hat.

Daraus leiten wir ab:

Wir sind keine geschlossene Gesellschaft, sondern für alle Menschen offen. Toleranz und Freiheit sind wesentliche Ausdrucksformen unseres Glaubens. Gemeinsam suchen wir nach Antworten auf die zentralen Fragen unseres Lebens.

Als die Gemeinschaft von Kirchengemeinden lernen wir voneinander und formulieren gemeinsame Ziele.

Kirche heißt für uns immer, Kirche mit anderen und für andere zu sein: Im Geist des Evangeliums und im Namen der Kirchengemeinden nehmen wir auch in der Öffentlichkeit Partei für Menschen in Not. Wir unterstützen und fördern besondere diakonische Einrichtungen und Projekte unserer Kirchengemeinden und suchen die Partnerschaft mit anderen kirchlichen und gesellschaftlichen Gruppen und Institutionen.

3. Wie wir unseren Auftrag wahrnehmen

„Es sind verschiedene Gaben, aber es ist ein Geist. Und es sind verschiedene Ämter, aber es ist ein Herr. Und es sind verschiedene Kräfte, aber es ist ein Gott, der da wirkt alles in allen“ (1. Korinther 12,4-6).

Daraus folgt für uns, dass die Kirche einer konkreten Organisation mit Einrichtungen und Organen bedarf, die die unterschiedlichen Gaben berücksichtigt und in der es keinen Herrschaftsanspruch des einen gegenüber einem anderen geben darf.

4. Was wir bis 2020 erreichen wollen

4.1. Kirche stärken

Weil die demographische Entwicklung in Deutschland, aber auch ein Traditionsabbruch in unserer Gesellschaft zu einem Rückgang von Kirchenmitgliedern und finanziellen Ressourcen führt, sehen wir es als unsere Aufgabe an, die Relevanz des Evangeliums über unsere Tätigkeitsfelder intensiv herauszustellen.

Unsere Ziele:

  • Stärkung des missionarischen Auftrags unserer Kirche
  • Gewährleistung der pfarramtlichen Versorgung
  • Bündelung von Arbeitsbereichen
  • Förderung der Kooperationen unserer Gemeinden
  • Förderung des Kreiskantorats zur Stärkung des kirchenmusikalischen Profils
  • Umsetzung neuer Formen übergemeindlicher Jugendarbeit

Unsere Maßnahmen:

  • Vorstellung von Modellen für Glaubenskurse für Erwachsene
  • Beauftragung des KSV, Gemeinden Vorschläge zu Kooperationen und Fusionen zu machen
  • Konzerte und andere kreiskirchliche Projekte unter Mitwirkung des Kreiskantors.

Weil die Vielfalt unserer Kirche vom Engagement der Haupt- und Ehrenamtlichen abhängt,

sehen wir es als unsere Aufgabe an, die Mitarbeitenden weiter zu motivieren und ihre Kompetenzen zu fördern.

Unsere Ziele:

  • Gewinnung von Ehrenamtlichen
  • Unterstützung und Fortbildung der Ehrenamtlichen
  • Sicherung des notwendigen pfarramtlichen Dienstes in unseren Gemeinden
  • Vernetzung und Profilierung von Aufgaben und Tätigkeitsfeldern.

Unsere Maßnahmen:

  • Beratung der Gemeinden für die Begleitung und Gewinnung Ehrenamtlicher
  • Schaffung einer Ehrenamtlichenbörse
  • Regelmäßige Treffen mit den Ehrenamtsbeauftragten der einzelnen Gemeinden
  • Fortentwicklung des Pfarrstellenrahmenplans
  • Thematisierung der Situation von Pfarrerinnen und Pfarrern und des Pfarrbildes
  • Fortlaufende Ergänzung der Arbeitshilfe „motivieren – begleiten - danken“
  • Fortbildung von Gemeinden auch im Hinblick auf eine effektivere Gremienarbeit
  • Ausbildung von C-Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusikern.

4.2. Ökumene gestalten

Weil die Ökumene vor Ort und weltweit ein Schwerpunkt kirchlicher Arbeit ist und der Blick über den eigenen Tellerrand hinaus Perspektiven eröffnet,

sehen wir es als unsere Aufgabe an, den Kontakt zur katholischen Kirche und zu orthodoxen Gemeinden zu pflegen und unsere ökumenischen Partnerschaften und Projekte zu stärken.

Unsere Ziele:

  • Intensivierung der Ökumene zur römisch-katholischen Kirche und den orthodoxen Gemeinden
  • Weiterführung und Intensivierung der Partnerschaften mit der United Church of Christ (USA) und der Greia Kristen Jawi Wetan (Indonesien).

Unsere Maßnahmen:

  • Treffen des Superintendenten mit den Dechanten der römisch-katholischen Kirche und Vertretern der orthodoxen Gemeinden
  • Begegnungsreise nach USA und Ost-Java sowie Planung von Gegenbesuchen
  • Verstärkte Werbung für die Partnerschaftstage
  • Intensivierung des Jugendaustauschs.

4.3. Verantwortung in der Gesellschaft übernehmen

Weil die gesellschaftlichen Fragen und Herausforderungen immer komplexer werden,

sehen wir es als unsere Aufgabe an, als Kirche klar und deutlich Position zu wichtigen Themen zu beziehen und an der Umsetzung der Ziele des „konziliaren Prozesses“ für Gerechtigkeit, Frieden und die Bewahrung der Schöpfung mitzuwirken.

Unsere Ziele:

  • Intensivierung des Dialogs mit politisch Verantwortlichen
  • Einbringung kirchlicher Kompetenz in Bildungseinrichtungen
  • Förderung sozial-diakonischer Maßnahmen
  • Engagement für gerechte Löhne und gegen Lohndumping
  • Wirtschaften auf der Grundlage von Nachhaltigkeit und ethischer Kriterien
  • Unterstützung von gewaltfreien Konfliktlösungen und Positionierung zu militärischen Auslandseinsätzen
  • Parteinahme für die Würde des Menschen auch im Alter
  • Bewahrung des Sonntagsschutzes
  • Schutz der von Abschiebung bedrohten Minderheiten
  • Förderung ökologisch nachhaltiger Maßnahmen in den Gemeinden.
  • Fortführung des jüdisch-christlichen Gespräches
  • Intensivierung des Dialogs mit maßgeblichen islamischen Vereinen auf dem Gebiet des Kirchenkreises.

Unsere Maßnahmen:

  • Regelmäßige Treffen von KSV-Mitgliedern mit politisch Verantwortlichen
  • Aufbau eines vom Kirchenkreis getragenen Übermittagsangebotes an Schulen
  • Beratung der Gemeinden zur Thematik der ökologischen Verantwortung.
  • Überprüfung der Geldanlagen des Kirchenkreises, der Kirchengemeinden und der Verwaltungsämter im Hinblick auf Einhaltung ethischer Standards
  • Förderung von Institutionen für alte Menschen (z.B. pfarramtliche Funktionsanteile in Altenheimen; Altentagesstätte in Müngersdorf)
  • Finanzielle Unterstützung der Gemeinden für die Einrichtung von JahrespraktikantInnen-Stellen in den Kitas des Kirchenkreises
  • Finanzielle Unterstützung von sozial-diakonischen Projekten (z.B. Lindweiler Treff, Drogenpräventionsstelle, Bickolo, Stadtranderholung)
  • Diskussion und Stellungnahme der Kreissynode zu militärischen Einsätzen der Bundeswehr
  • Öffentliche Stellungnahmen (gemeinsam mit dem Ev. Kirchenverband Köln und Region) zum Sonntagsschutz
  • Öffentliche Stellungnahme für die Fortsetzung der Duldung von Sinti und Roma und gegen eine Abschiebung
  • Studienreise des Pfarrkonventes nach Israel und Palästina mit dem Ziel der Information und Diskussion in unseren Gemeinden.