Kirche2go fragt: Was ist die Passionszeit?

Als Passion wird im Christentum die Erinnerung das Leiden und Sterben von Jesus Christus bezeichnet. Mit dem Aschermittwoch beginnt die Passionszeit, sie wird auch Fastenzeit genannt. Christinnen und Christen erinnern sich in diesen rund sieben Wochen vor Ostern an die Leidensgeschichte Jesu: die Verurteilung, den Verrat und die Kreuzigung.  Die Passionszeit endet am Karfreitag.

Schon im 4. Jahrhundert entwickelte sich eine Tradition, in der Passionszeit auch zu fasten. Gläubige verzichteten in der alten Kirche in dieser Zeit auf Fleisch und Wein, später auch auf Milch, Butter, Käse und Eier und begnügten sich mit einer Mahlzeit am Abend. Viele Christinnen und Christen fasten auch heute noch oder nehmen sich Zeit für Besinnung und Gebet. Die Fastenzeit geht über 40 Tage, wobei die Sonntage nicht mitgezählt werden.

Das Markus- und das Lukas-Evangelium berichten beide davon, dass Jesus 40 Tage in die Wüste ging und dort fastete. Diese Zeit gilt als Zeit der Versuchung. Weitere Hintergründe für die Begehung von 40 Tagen bieten verschiedene Texte des Alten Testamentes. Es sind Zeiten des Übergangs, der Vorbereitung und der Läuterung.

Die Passionszeit lädt Menschen ein, über das Leiden und Sterben von Jesus Christus nachzudenken. So bereiten sie sich zugleich auf das Osterfest vor, an dem die Auferstehung Jesu von den Toten gefeiert wird. Durch dieses Ereignis haben Christinnen und Christen selbst Hoffnung auf das ewige Leben.

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