„Offenheit und guter Austausch“: Digitale Frauenkonferenz der Evangelischen Frauenhilfe

„Muss nur noch kurz die Welt retten“ – ein generationenübergreifendes Foodsharing-Projekt unter dem Motto des bekannten Liedes zu initiieren, das war nur eine der Ideen auf der ersten digitalen Frauenkonferenz der Evangelischen Frauenhilfe im Rheinland in diesem Sommer. „Gottesbegegnungen finden im Alltag statt. Genau da will Gott sein: in der Begegnung mit anderen, wenn wir uns berühren lassen, wenn wir die anderen wahrnehmen, in Gesprächen, in der Natur, so wie Jesus sich mitten in den Alltag seiner Menschen setzte“, sagt Christine Kucharski, Referentin für Presseund Öffentlichkeitsarbeit bei der Evangelischen Frauenhilfe im Rheinland. Ausgehend von dieser Erfahrung vermittelte Katharina Haubold, Projektreferentin für Fresh X und Lehrbeauftragte an der CVJM Hochschule, ihren Entwurf der „inkarnatorischen“ Gemeindearbeit, das bedeutet „Gott wird Mensch und zieht in die Nachbarschaft“.

Projekte, die Begegnungen ermöglichen

40 Teilnehmerinnen entwickelten Personenprofile von Frauen, denen sie in ihrem Alltag begegnen, quer durch Generationen und Kulturen, mit unterschiedlichen Interessen und Themen. Daran anschließend wurden Projekt-Vorschläge erarbeitet, die Begegnungen ermöglichen. In den Köpfen der Teilnehmerinnen entstanden neue „Räume“ der Kirche, die offen sind für alle Menschen, die zum Alltag gehören.

„Den zentralen Fragen der Gegenwart, wo und wie sich Kirche ereignet bzw. wie wir Kirche leben wollen, wurde auf der Frauenkonferenz ganz konkret nachgegangen“, berichtet Christine Kucharski. „Die erste digitale Konferenz hat ganz wunderbar geklappt. Es haben so viele Frauen aus unterschiedlichen Regionen und unterschiedlichen Altersgruppen teilgenommen. Es gab sehr viel Offenheit und einen guten Austausch. Wir haben sehr positive Rückmeldungen erhalten.“ Es entstanden unter anderem Projektideen für eine Foodsharing-Initiative, einen offenen Pilgertreff, eine generationenübergreifende internationale Kochgruppe und eine Nachbarschaftsgruppe für Mütter mit Kinderbetreuung.

Was aus den Projektenideen wird, soll in einem Relaunch der Konferenz im Frühjahr berichtet werden. „Das ist alles nicht neu, doch scheint es notwendig, sich immer wieder erneut und konkret mit der Frage auseinanderzusetzen, wie das Himmelreich mitten im Alltag stattfindet“, sagt Christine Kurcharski. „Das waren vier dicht gefüllte Stunden, die dazu anregen, die Samenkörner, die das Himmelreich verbreiten, vor Ort auszusäen.“

Frauenkonferenzen: offener Austausch

Mit den Regionalen Frauenkonferenzen will die Evangelische Frauenhilfe im Rheinland eine strukturelle Lücke in der Frauenarbeit der rheinischen Kirche schließen und lädt alle Frauen – unabhängig von einer Mitgliedschaft im Verband – zu einem offenen Austausch ein.

Die Frauenkonferenzen finden alle zwei Jahre an drei Orten in der rheinischen Kirche statt (Region Nord/ Mitte/ Süd) und sollen neue Räume für die Gemeinschaft aller Frauen in der Evangelischen Kirche im Rheinland eröffnen. Frauen aus den verschiedenen Kirchenkreisen können sich kennenlernen, ihre Themen einbringen, sich vernetzen, Veranstaltungen planen und ihre Gemeinschaft fördern.

Eingeladen sind alle Frauen, die Interesse daran haben, andere Frauen zu treffen und sich auszutauschen, z.B. Leiterinnen und Teilnehmerinnen von Frauengruppen, Presbyterinnen, Kindergottesdienstmitarbeiterinnen und Lektorinnen.

Text: APK
Foto(s): APK

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Kirchen in Köln und Region läuten und beten angesichts der Flutkatastrophe

Angesichts von Leid und Not, die die Flutkatastrophe über viele Menschen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz gebracht hat, rufen die Kirchen in Köln und Region zusammen mit der Evangelischen Kirche im Rheinland zu einem Zeichen des Zusammenhalts auf: Gemeinden und Einrichtungen werden am Freitag, 23. Juli 2021, um 18 Uhr die Glocken läuten und an vielen Orten auch eine Andacht feiern. „Lassen Sie uns gemeinsam hörbar machen, dass wir uns gegenseitig unterstützen, füreinander beten und uns in der Nachfolge Christi gegen die zerstörerischen Mächte des Chaos stemmen“, schreibt Präses Dr. Thorsten Latzel in einem Brief an Mitchristinnen und Mitchristen.

Wie Kirche hilft und wo sie präsent ist
„Die Aufräumarbeiten haben erst begonnen. Menschen sind gestorben oder werden noch vermisst. Häuser wurden weggeschwemmt, Existenzen zerstört. Viele Mitmenschen benötigen jetzt konkrete, unmittelbare Hilfe und tröstende Zeichen der Solidarität“, betont Präses Latzel. Die Evangelische Kirche im Rheinland sammelt gemeinsam mit der Evangelischen Kirche von Westfalen und der Diakonie RWL Spenden. Die rheinische Kirche hat digital einen Klageraum (#unwetterklage) und eine Hilfe-Börse (#kirchehilft) eingerichtet. Notfall-Seelsorgerinnen und Notfallseelsorger sowie Engagierte sind in den betroffenen Gemeinden vor Ort. Es wird zu Gottesdiensten und zu Gebeten eingeladen.

 

Text: APK/EKiR
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Beach & Heaven – Erleben Sie den Wochenausklang für Körper und Seele per Video: Thema Nieren

„Der menschliche Körper – ein Wunderwerk. Und mittendrin die Nieren“, sagt Christiane Neufang von der Evangelischen Hochschulgemeinde Köln. Sie sitzt gemeinsam mit Bernd Franzen, Yogalehrer und Prädikant, sowie Christoph Rollbühler von der Christuskirche in der Sandkapelle der Evangelischen Studierendengemeinde. Knapp 40 Menschen hören gebannt per Zoom zu. „Der äußere Schein mag trügen, auf die inneren Werte kommt es an, auf meine Haltung und auf meine Einstellung“, sagt Christiane Neufang. Der Evangelische Kirchenkreis Köln-Mitte hat eingeladen, die Woche mit ihm ausklingen zu lassen: „Beach & Heaven – Body meets Soul“ verbindet spirituelle Impulse mit körperlichen Elementen aus dem Yoga und Livemusik. Ende Mai ging es um die Nieren.

„Wir atmen tief ein und feste aus und spüren vielleicht das Kribbeln unter der Fußsohle“, sagt Christoph Rollbühler. „Wir laden ein, einige Atemzüge zu schweigen.“ Die Teilnehmer lauschen den langsamen Klavierklängen – auf der Couch sitzend, auf dem Boden, manche an die Wand angelehnt, manche im Meditationssitz. „Hier bin ich, mit meinem Atem, den nun ruhig werden lassen kann“, sagt Christoph Rollbühler. Bernd Franzen hebt die Hände zum Himmel und legt sie auf den Rücken auf Höhe der Nieren. Die Teilnehmer machen mit, intuitiv, spüren nach innen. „Unsere innersten Gefühlsregungen haben ihren Sitz an den Nieren“, sagt Christiane Neufang.

Welches Wort den Teilnehmer nach dem Wochenausklang im Kopf haben? Die Worte „Erfüllt“, „Freiheit“, „Angekommen“, „Wärme“, „Loslossen“ und „Ruhe“ erscheinen im Chat.

Das Video sehen Sie hier:

Haben Sie Interesse an weiteren Videos? Abonnieren Sie unseren Videokanal auf YouTube: www.youtube.com/kirchekoeln

 

Text: APK
Foto(s): APK

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Für die Opfer der Hochwasserkatastrophe 2021 – Zentraler Gedenkort in der Kölner Antoniterkirche

Einen zentralen Ort der Trauer und des Gedenkens für die Opfer der Hochwasserkatastrophe 2021 haben der Evangelische Kirchenverband Köln und Region und die Antoniterkirche in der Schildergasse in der Kölner Innenstadt eingerichtet. Vor dem „Lehrenden Christus“ von Ernst Barlach an der Rückseite der Kirche können Menschen an einer großen Gedenkkerze Kerzen anzünden und so ihrer Trauer und Gefühlen Ausdruck verleihen. Besucherinnen und Besucher habe auch die Möglichkeit, ihre Gedanken in einem Fürbittenbuch einzutragen und für die Opfer zu beten.

Susanne Beuth, stellvertretende Stadtsuperintendentin des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region besuchte die Antoniterkirche und zündete selbst eine Kerze an. „Es gibt viele Menschen, die betroffen sind und ihrer Betroffenheit Ausdruck geben möchten“, sagte sie. „Viele haben aber nicht die Kraft, irgendwo hin zu fahren um konkret zu helfen. Dann ist das hier ein guter Ort, um ein Zeichen zu setzen.“

Die Bronzeplastik der „Lehrende Christus“ von Ernst Barlach in der Antoniterkirche in Köln lädt durch seine Schlichtheit die Betrachterinnen und Betrachter zur religiösen und meditativen Andacht ein. Die offenen Hände des „Lehrenden Christus“ laden zur menschlichen Nähe und Zuwendung ein, die vielen Menschen in dieser Notsituation helfen kann. „Ich wünsche allen, die selber persönlich betroffen sind, dass sie einen Weg finden mit dieser schrecklichen Lag fertig zu werden“, sagte Superintendentin Susanne Beuth weiter. „Ich wünsche ihnen, dass sie Menschen finden, die an ihrer Seite sind und ihnen helfen.“

Die Antoniterkirche liegt an der Schildergasse in der Kölner Innenstadt und ist montags bis freitags von 11 bis 18 Uhr, samstags von 11 bis 17 Uhr und sonntags von 11 bis 17:30 Uhr geöffnet.

 

Text: APK
Foto(s): APK

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Hochwasserkatastrophe: Digitaler Klageraum #unwetterklage

Die Hochwasserkatastrophe hat auch Gebiete im Rhein-Erft-Kreis, in Köln, im weiteren Umland und anderen Teilen Deutschlands getroffen. Auf der EKIR-Seite im digitalen Klagetraum #unwetterklage können Betroffene, Nachbarn, Helfende schreiben, was ihnen durch den Kopf geht – ein Platz für das, was sie vor Gott bringen möchten. Es ist ein Ort für Klagen, Bitten, Trauern. Man kann Beiträge über Instagram, Facebook Messenger, Twitter oder per Formular auf die Wall schreiben:
  • Post auf Instagram mit dem Hastag #unwetterklage. Auf der Wall erscheint dann der Text und das Bild. Der Name wird von Instagram nicht übertragen. Will man mit Namen erscheinen, muss man ihn am Ende des Posts schreiben.
  • Tweet auf Twitter mit dem Hastag #unwetterklage. Der Inhalt des Tweets wird auf die Wall übertragen.
  • Nachricht über den Facebook-Messenger über den Link https://m.me/TalkToWalter – im Dialog den Hashtag #unwetterklage verwenden, damit die Nachricht auf die Wall übertragen wird. (Hinweis: Innerhalb der EU funktioniert der Video-Upload nicht.)
  • Nachricht ohne Social Media zu nutzen: Kommentarfunktion auf www.ekir.de/unwetterklage oder direkt über my.walls.io/unwetterklage.  Die E-Mail-Anschrift wird nicht veröffentlicht. Wenn der Name erscheinen soll, muss er ins Formular eingetragen werden, ansonsten kann „anonym“ verwendet werden.

Die Wall wird manuell moderiert, das heißt alle Beiträge müssen freigeschaltet werden.

Spendenkonto

Das Diakonische Werk Rheinland-Westfalen-Lippe (Diakonie RWL), die Evangelische Kirche im Rheinland und die Evangelische Kirche von Westfalen haben ein gemeinsames Spendenkonto eingerichtet für Menschen, die besonders schwer von der Katastrophe betroffen sind.

Empfänger: Diakonisches Werk Rheinland-Westfalen-Lippe e.V. – Diakonie RWL
IBAN: DE79 3506 0190 1014 1550 20
Stichwort: Hochwasser-Hilfe

Zur Onlinespende der KD-Bank

Text: EKIR/APK
Foto(s): APK

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„Sobald der Ort einen bindet, muss man ihn abstoßen“ – Präses Thorsten Latzel machte bei der „Sommertour der Hoffnung“ Station bei den beymeistern in Mülheim

Der Weg vom evangelischen Friedhof in Mülheim bis hin zu den „beymeistern“ auf der anderen Seite des Clevischen Rings war garantiert eine der kürzesten Etappen bei der „Sommertour der Hoffnung“, zu der Thorsten Latzel aufgebrochen war. Auf der Sommertour besuchte der frisch ins Amt gewählte Präses Gemeinden, Projekte und Orte, die Hoffnung machen. Insbesondere in der Zeit nach Corona. Die Etappe am 11. Juli ließ ihn gleich an mehreren Orten zum Thema „Hoffnung“ in Köln Halt machen.

Ein Rätsel

Und welches Projekt, wenn nicht das der beymeister wäre beim Thema Hoffnung einen Besuch wert. Denn dort hofft man nicht nur auf eine Zukunft der Kirche, man weiß sogar schon ziemlich genau, wo man sie findet. Wo man allerdings die beymeister findet, war an diesem strahlend schönen Sonntagmittag zunächst einmal unklar. Jedenfalls standen der Präses und seine Entourage für kurze Zeit einigermaßen ratlos vor dem ehemaligen Ladenlokal, das die beymeister gemietet haben. Das Lokal war abgeschlossen, der Schriftzug „Er ist nicht hier“ auf braunem Packpapier von innen ans Schaufenster geklebt, gab Rätsel auf. Für Aufklärung sorgte ein QR-Code auf dem Plakat. Hinter dem Code verbarg sich ein Ortshinweis.

beymeister – „Mit Menschen arbeiten, die mit Kirche eigentlich nichts am Hut haben“

Präses Dr. Thorsten Latzel mit Superintendentin Andrea Vogel, Miriam Hoffmann und Janneke Botta vor dem Ladenlokal der beymeister in Köln-Mülheim

Zum Rheinufer sollte man sich wenden. Dort warteten auf der Ufermauer sitzend die Gemeindepädagogin Miriam Hoffmann und Janneke Botta, Pfarrerin im Probedienst, die sich derzeit um das beymeister-Projekt kümmern. „Früher waren die beymeister die verschiedenen Meister einer Zunft, die sich beratend und auf Augenhöhe zur Seite standen. Sie regelten ihren Zunftalltag miteinander“, heißt es erklärend auf der Internetseite.

Und weiter: „In Köln sind die beymeister eine Initiative der Evangelischen Kirchengemeinde Mülheim am Rhein. Wir wollen einen Ort bieten, an dem sich der Stadtteil enger vernetzt, an dem sich Menschen einbringen und eine Gemeinschaft so gestalten, dass sie sich wohlfühlen. Wir bieten keine Lösungen für das Leben, aber wir wollen gemeinsam mit den Menschen suchen. Dabei sind wir Kirche.“ Allerdings nicht Kirche, wie man sie kenne. Hier handele es sich um Kirche, die sich von den beymeistern formen und prägen lasse, Kirche, die sich aufmache zu den Menschen, um durch die Menschen neu Gestalt zu gewinnen und als Kirche Relevantes für die Menschen zu tun. „Wir arbeiten mit Menschen, die mit Kirche eigentlich nichts am Hut haben“, beschrieb Miriam Hoffmann die Zielgruppe.

Der Rhein und ein rotes Sofa

Nach der kleinen Schnitzeljagd warteten am Rheinufer Miriam Hoffmann und Janneke Botta mit einer Stärkung auf den Präses und sein Gefolge

Der Rhein spielte von Anfang an eine wichtige Rolle in der Gemeindearbeit. Zu Beginn haben die beymeister ein rotes Sofa an das Ufer getragen und sind angesichts der ungewöhnlichen Kulisse schnell mit Menschen ins Gespräch gekommen. Mittlerweile sind zusammen kochen und essen als gemeinschaftsbildende Aktionen  hinzugekommen.

Und so gab es denn auch für den Präses samt Anhang eine stärkende Mahlzeit aus dem Weckglas im Stehen am Rheinufer. „Es ist urchristlich, miteinander essen zu können“, verwies Latzel auf den theologischen Aspekt der Mahlzeit. In dem Ladenlokal, in dem die beymeister kochen, geschehe oft Unerwartetes: „Wir kochen und essen wie die Menschen in anderen Kontexten auch, und plötzlich entstehen Diskussionen über den Glauben. Da wird dann zum Beispiel nachgefragt, warum wir immer zu einem Herrn beten. Wir müssen mit den Menschen eine andere Sprache des Evangeliums finden“, sagte Miriam Hoffmann. Auch mit Kirchenfernen könne man erläutern, wann und wo Gott sie getragen habe. Zustimmung erntete Hoffmann vom Präses, als sie erklärte, dass der Kirche die Erfahrung fehle, zu Gast zu sein. Sie lade immer nur ein. Diese Strukturen hätten in Corona-Zeiten nichts bewirkt. „Unser Kerngeschäft sollte sein, im öffentlichen Raum zu Gast und achtsamer im Umgang zu sein.“

Janneke Botta stellte ein anderes Projekt der beymeister vor, das im vergangenen Winter im Stadtteil für Furore sorgte. Man habe einige Musiker und einen St. Martin auf einem Pferd an einem dunklen Abend durch die Straßen ziehen lassen. „Es waren nur das Getrappel der Pferde und hin und wieder die bekannte Musik zu hören“, beschrieb Janneke Botta magische Momente nicht nur für die Kinder. Und während der Adventszeit wurden Plakate zum Beispiel mit dem Christkind aufgehängt. Über QR-Codes auf den Plakaten gelangte man zu Vorträgen der Weihnachtsgeschichte.

Präses Latzel im Ladenlokal der beymeister

„Sobald ein Ort einen bindet, muss man ihn abstoßen.“

Später im Laden erinnerte der Präses daran, dass er bereits die Werbetrommel für die beymeister im Landeskirchenamt gedreht habe. „Wir müssen hingucken und uns sensibilisieren für das, was ist. Ich finde es toll, dass sie andere Presbyterien schulen“, lobte Latzel das Projekt. Bei den Engagierten spürt allerdings ein Stück weit Ungeduld. „Wir hatten anfangs viele Leute, die eine Gemeinde hatten, aber unzufrieden waren. Das sind aber nicht die Leute, die wir erreichen wollen.

Wir haben eineinhalb Jahre gebraucht, um ein Gottesdienstformat zu finden, das zu uns passt“, erklärte Miriam Hoffmann. Es gehe ja nicht darum, von anderen Gemeinden die jungen und hippen Christen und Christinnen abzuziehen. „Wir waren zwei Jahre ohne Ort. Dann hatten wir das Ladenlokal. Sobald der Ort einen bindet, muss man ihn abstoßen. Unser Traum ist, die Freiheit zu haben, wieder etwas Neues zu gründen.“

Text: Stefan Rahmann
Foto(s): Stefan Rahmann/APK

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Hochwasserkatastrophe: Kirche vernetzt Hilfesuchende mit Hilfsangeboten

Viele Gemeinden sind hart getroffen durch die Überschwemmungen. Viele brauchen nach der Flutkastrophe Unterstützung – und viele wollen helfen. Die Hilfebörse „#Kirchehilft helfen“ vernetzt – in dem internen EKIR-Portal können Menschen Hilfe anbieten und finden. Hier schreiben Menschen, wenn helfende Hände gesucht werden, Notunterkünfte angeboten werden, Lebensmittel oder Hygieneartikel gebraucht werden oder etwas für Jugend, Seniorenarbeit oder Kindergarten benötigt wird.

Hilfsangebote und Hilfsgesuche

Wer etwas anzubieten kann es auf der internen Seite „#Kirchehilft helfen“ unter Kommentare eintragen oder sendet es mit Kontaktdaten per Mail. Über Hilfsangebote werden Gemeinden und Seelsorgende in den Überschwemmungsgebieten direkt informiert. Dazu wurde eine Chatgruppe eingerichtet. Die Aufteilung Internet/Intranet wurde gewählt, da im Intranet auch Kontaktinformationen von Spenderinnen und Spendern veröffentlicht werden können.

Wer Hilfe benötigt, kann ebenfalls die Kommentar-Funktion auf der Seite „#Kirchehilft helfen“ nutzen, um zu veröffentlichen, was er sucht. Dadurch werden Angebote und Gesuche direkt, schnell und unbürokratisch miteinander vernetzt. So sammelt die Ev. Kirchengemeinde Bad Breisig beispielsweise Mineralwasserspenden in fest verschlossenen Flaschen, die dann an das zuständige Verteilzentrum gebracht werden. Eine Familie bietet Wohnraum und Jungen-Babykleidung von Größe 50 bis 80, einen Maxi Cosi und Pampers an. In anderen Gemeinden wurde bereits Businesskleidung, Bettwäsche, Schuhe und Spielsachen sowie Haushaltsgegenstände gesammelt, die Hilfebedürftigen zur Verfügung stehen. Die Mitarbeitenden des Ev. Verwaltungsverbandes Köln-Süd/Mitte in Brühl bieten ihre Hilfe und Unterstützung an. Auch viele Seelsorge-Gesprächsangebote sind zu finden.

„Die Hilfsbereitschaft der Menschen ist beeindruckend“

Diakonie RWL-Vorstand Thomas Oelkers sagt auf www.diakonie-rwl.de: „Die Hilfsbereitschaft der Menschen ist beeindruckend. Viele packen vor Ort direkt mit an, um die Schäden zu beseitigen. Andere spenden großzügig, damit die Hilfe in den Hochwassergebieten vorangehen kann.“ Nur wenige Tage nach dem gemeinsamen Spendenaufruf von Diakonie RWL, rheinischer, westfälischer und lippischer Kirche sind rund fünf Millionen Euro eingegangen. „Damit hätten wir nicht gerechnet. Wir danken allen von Herzen, die unserem Aufruf so schnell gefolgt sind und hoffen nun auf weitere Spenden.“

Guido Stephan, Geschäftsführung Antoniter Siedlungsgesellschaft mbH im Ev. Kirchenverband Köln und Region, schreibt: „Die Wohnungswirtschaft, federführend über unseren Gesamtverband GDW in Berlin, hat einen Spendenaufruf gestartet. Wir haben von Seiten der ASG 3000 Euro gespendet. Unser Regionalverband VDW Rheinland Westfalen nutzt sein Netzwerk, um Unternehmen die Hilfe benötigen und Hilfe geben können, zusammen zu bringen. Auch wir haben unsere Hilfe angeboten Wohnraum zur Verfügung zu stellen.“

So können Sie helfen

Das Diakonische Werk Rheinland-Westfalen-Lippe (Diakonie RWL), die Evangelische Kirche im Rheinland und die Evangelische Kirche von Westfalen haben ein gemeinsames Spendenkonto eingerichtet für Menschen, die besonders schwer von der Katastrophe betroffen sind.

Empfänger: Diakonisches Werk Rheinland-Westfalen-Lippe e.V. – Diakonie RWL
IBAN: DE79 3506 0190 1014 1550 20
Stichwort: Hochwasser-Hilfe

Text: APK
Foto(s): APK

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Hochwasserkatastrophe: Ansprechpartner für Gemeinden

Hochwasserkatastrophe im Rhein-Erft-Kreis, Köln und Region: Jetzt geht es ans Aufräumen, um das Verarbeiten der schrecklichen Ereignisse – aber auch um grundsätzliche Fragen wie das Klären von Versicherungsfragen bei Schäden. Hier stehen Ansprechpartner zu praktischen Fragen rund um Schäden an kirchlichen Gebäuden und Grundstücken sowie Ansprechpartner für seelsorgliche Begleitung:

Versicherungen

Bei Schäden an kirchlichen Gebäuden und Grundstücken: Grundsätzliche Fragen zur Versicherung beantwortet Ihnen im Landeskirchenamt Herr Volker Back:

Volker Back
Abteilung 4 Recht und Politik Dezernat 4.2
Kirchenkreisangelegenheiten
Telefon: 0211 4562-296
Fax:  0211 4562-253
E-Mail: volker.back@ekir.de


Schäden am Gemeindearchiv

Sollte auch Ihr Gemeindearchiv von den Hochwasserschäden betroffen sein, ist es wichtig, schnell zu handeln. Hier finden Sie Informationen des LVR zur Erstbehandlung von durchnässtem Archivgut, sowie ein Video des LWL-Archivamtes in Münster.

Eine zentrale Notrufnummer, die auch am Wochenende zu erreichen ist: 02234 9854-225

Ihre Ansprechpartner:
Dr. Gregor Patt: 02234 9854-234, gregor.patt@lvr.de
Bettina Rütten: 02234 9854-237, bettina.ruetten@lvr.de


Seelsorgliche Beratung

Die Notfallseelsorge ist sichtbar im Einsatz in den Krisengebieten vor Ort und darf gerne angesprochen werden.

Seelsorgliche Beratung in Krisensituationen bietet zudem rund um die Uhr die Telefonseelsorge. Sie ist telefonisch und online erreichbar unter Tel. 0800 1110111 u. 0800 1110222 sowie auf  online.telefonseelsorge.de


So können Sie helfen

Das Diakonische Werk Rheinland-Westfalen-Lippe (Diakonie RWL), die Evangelische Kirche im Rheinland und die Evangelische Kirche von Westfalen haben ein gemeinsames Spendenkonto eingerichtet für Menschen, die besonders schwer von der Katastrophe betroffen sind.

Empfänger: Diakonisches Werk Rheinland-Westfalen-Lippe e.V. – Diakonie RWL
IBAN: DE79 3506 0190 1014 1550 20
Stichwort: Hochwasser-Hilfe

Zur Onlinespende der KD-Bank

Text: EKIR/APK
Foto(s): APK

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Hochwasserkatastrophe – gedenken, beten, spenden

Hochwasserkatastrophe im Rhein-Erft-Kreis, Köln und Region

Bilder von Städten und Dörfern im Rhein-Erft-Kreis und Umgebung, die im Wasser versinken, lösen große Betroffenheit aus. Erftstadt gehört zum Evangelischen Kirchenkreis Köln-Süd, die beiden dortigen Gemeinden, die Evangelische Friedenskirchengemeinde in Erftstadt und die Evangelische Kirchengemeinde Lechenich sind selbst betroffen, leisten aber Hilfe, soweit sie es können. Darüber hinaus sind viele weitere Orte in anderen Landesteilen betroffen.

„Mit unseren Gedanken und Gebeten sind wir bei den Menschen in Köln und der Region, die durch das Unwetter ihr Hab und Gut und sogar ihr Leben verloren haben. Danke allen, die tatkräftig helfen“, sagte Markus Zimmermann, stellvertretender Stadtsuperintendent des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region, angesichts der Hochwasser-Katastrophe, die auch Gebiete im Rhein-Erft-Kreis, in Köln, im weiteren Umland und anderen Teilen Deutschlands getroffen hat. „Die besonders betroffenen Kirchengemeinden berichten von einer großen Hilfsbereitschaft“, sagte Pfarrer Michael Miehe. Er vertritt während der Urlaubszeit den Superintendenten des Ev. Kirchenkreises Köln-Süd.

Das Diakonische Werk Rheinland-Westfalen-Lippe (Diakonie RWL), die Evangelische Kirche im Rheinland und die Evangelische Kirche von Westfalen haben ein gemeinsames Spendenkonto eingerichtet für Menschen, die besonders schwer von der Katastrophe betroffen sind.

So können Sie helfen:

Empfänger: Diakonisches Werk Rheinland-Westfalen-Lippe e.V. – Diakonie RWL
IBAN: DE79 3506 0190 1014 1550 20
Stichwort: Hochwasser-Hilfe

Zur Onlinespende der KD-Bank

Gemeinsam mit den regionalen Diakonischen Werken wird das Diakonische Werk Rheinland-Westfalen-Lippe in den nächsten Tagen Hilfen organisieren. Dazu hat die Diakonie RWL einen Krisenstab eingerichtet und steht im Kontakt zur Zentrale der Diakonie Katastrophenhilfe in Berlin.


 

Gebet für die Opfer und Helferinnen und Helfer

Die Evangelische Kirche im Rheinland hat ein Fürbittengebet zur Unwetter-Katastrophe veröffentlicht. Hier ein Auszug:

Gott des Lebens,
wir sind erschrocken und aufgewühlt:
Das Hochwasser der vergangenen Tage hat Menschen fortgeschwemmt.
Der Starkregen hat Keller geflutet und Straßen überspült. Viele bangen um ihre Angehörigen und um ihr Zuhause.
Gott, wir rufen zu dir
wie der Beter aus dem Gebetbuch des Volkes Israel:

„Rette mich, Gott!
Das Wasser steht mir bis zum Hals. Ich bin versunken in tiefem Schlamm und finde keinen festen Grund.
In tiefes Wasser bin ich geraten. Eine Flutwelle spülte mich fort.“
(Psalm 69,2+3).

Gott,
wir bitten dich um Trost und Beistand für alle, deren Zuhause verwüstet ist, die evakuiert werden mussten,
die Hab und Gut verloren haben.
Sende den Betroffenen die Hilfe, die sie brauchen: tatkräftige Unterstützung,
finanziellen Beistand, emotionale Begleitung, unermüdliche Gebete.

Gott,
wir bitten Dich
um Frieden für die, die ihr Leben verloren haben, und um Trost für ihre Angehörigen.

Gott,
wir bitten Dich
für die Männer und Frauen,
die an ihre Grenzen gehen, um anderen zu helfen, die Menschen aus eingeschlossenen Häusern holen, die Dämme sichern,
die für Notunterkünfte sorgen.
Sei du ihnen nahe bei allem, was sie tun. Stärke sie und gib ihnen Geduld und Übersicht.

Gott,
wir erkennen, wie schnell sich das Klima verändert und in welcher Bedrohung unsere Welt steht.
Diese Naturkatastrophe führt uns vor Augen, was wir unserer Umwelt antun.
Hilf uns umzukehren.
Lass uns nicht gegen, sondern für und mit deiner Schöpfung leben.

„Ich aber schicke mein Gebet zu dir, zu der Zeit, Herr, die dir gefällt:
Antworte mir, Gott, in deiner großen Güte, zeig mir deine Treue und rette mich!
(Psalm 69,14)


Viele evangelische Kirchengemeinden bieten auch in diesen Tagen Gottesdienste an. Eine Übersicht von geplanten Gottesdiensten finden Sie hier.

Hier stehen Ansprechpartner zu praktischen Fragen rund um Schäden an kirchlichen Gebäuden und Grundstücken sowie Ansprechpartner für seelsorgliche Begleitung:

Text: APK/EKiR
Foto(s): APK

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Aufruf: Gebet und Spenden für die Opfer der Unwetter-Katastrophe

„Mit unseren Gedanken und Gebeten sind wir bei den Menschen in Köln und der Region, die durch das Unwetter ihr Hab und Gut und sogar ihr Leben verloren haben. Danke allen, die tatkräftig helfen“, sagt Markus Zimmermann, stellvertretender Stadtsuperintendent des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region, angesichts der Unwetter-Katastrophe, die auch Gebiete im Rhein-Erft-Kreis, in Köln und im weiteren Umland getroffen hat. Gemeinden im südlichen Rhein-Erft-Kreis haben ihre Gemeindehäuser geöffnet und bieten Hilfe an. In Bergheim hat die evangelische Kirchengemeinde eine 50-köpfige Jugendgruppe aufgenommen.

„Die besonders betroffenen Kirchengemeinden berichten von einer großen Hilfsbereitschaft“, sagt Pfarrer Michael Miehe. Er vertritt während der Urlaubszeit den Superintendenten des Ev. Kirchenkreises Köln-Süd. „Die Menschen unterstützen einander nach Kräften, müssen aber auf der anderen Seite wachsam die Entwicklung der Situation verfolgen, die sich derzeit an einigen Stellen noch zuspitzt. In vielen Gottesdiensten wird am kommenden Sonntag für die Opfer der Katastrophe Fürbitte gehalten. In den kommenden Tagen und Wochen wird aber sicher noch weitere Unterstützung – in welcher Form auch immer – notwendig werden.“

Präses Dr. Thorsten Latzel, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, wendet sich mit einer Videobotschaft an die Öffentlichkeit: „Ich bin tief erschüttert von den schrecklichen Bildern und Nachrichten, die uns aus den verschiedenen Gemeinden in den vergangenen Stunden erreichen. Menschen kamen ums Leben oder sind vermisst, Helfer starben dabei, wie sie anderen Menschen das Leben retten wollten, Häuser wurden überschwemmt, Menschen haben ihr Hab und Gut verloren.“ Die alten Worte aus Psalm 69 bekämen im Augenblick eine ganz neue Brisanz. Dort heiße es: „Gott, hilf mir, denn das Wasser steht mir bis zur Kehle. Ich stecke in tiefem Schlamm, wo kein Grund ist!“

Beten, spenden – und dem Nachbarn helfen

Weiter appelliert der leitende Geistliche der rheinischen Kirche: „Ich rufe alle Christinnen und Christen auf: Beten Sie für die Menschen, die im Augenblick so schrecklich leiden müssen. Spenden Sie: Wir haben ein Spendenkonto eingerichtet, um den Betroffenen zu helfen. Und stehen Sie als Nachbarinnen und Nachbarn einander bei, wo immer Sie es im Augenblick können.“

Fürbitte für Betroffene, Trauernde und Nothelfer

Es seien furchtbare Bilder und Berichte, „die wir aus vielen Teilen unserer Landeskirche erhalten“, schreibt Präses Dr. Thorsten Latzel in seinem Blog. Zum Beispiel aus dem bergischen Leverkusen: „Uns hat es ordentlich erwischt“, sagt Dr. Anika Distelrath-Lübeck, Baukirchmeisterin der Evangelischen Kirchengemeinde Opladen. So stehe die Kirche am Bielert bis zu den Altarstufen mit Wasser und Schlamm voll. „Ich war selbst vor Ort und stand bis über den Bauchnabel im Wasser“, schildert sie die Situation. Betroffen sei auch das Gemeindehaus nebenan, wo der Keller unter Wasser steht. „Unser Kindergarten ist ebenfalls vollgelaufen, genauso wie das Verwaltungsgebäude.“

Spendenkonto bei der Diakonie RWL
DE79 3506 0190 1014 1550 20
KD Bank
Stichwort: Hochwasser-Hilfe
Online spenden

Fürbittengebet zur Unwetter-Katastrophe

Auch in einem Fürbittengebet erinnert die Evangelische Kirche im Rheinland an die Betroffenen, die jetzt Hilfe brauchen. Sie gedenkt derjenigen, die um Angehörige trauern, und richtet den Blick auf all die Männer und Frauen, die derzeit an ihre Grenzen gehen, um anderen zu helfen:

Gott des Lebens,
wir sind erschrocken und aufgewühlt:
Das Hochwasser der vergangenen Tage
hat Menschen fortgeschwemmt.
Der Starkregen hat Keller geflutet und Straßen überspült.
Viele bangen um ihre Angehörigen und um ihr Zuhause.

Gott, wir rufen zu dir
wie der Beter aus dem Gebetbuch des Volkes Israel:
„Rette mich, Gott!
Das Wasser steht mir bis zum Hals.
Ich bin versunken in tiefem Schlamm
und finde keinen festen Grund.
In tiefes Wasser bin ich geraten.
Eine Flutwelle spülte mich fort.“
(Psalm 69,2+3).

Gott,
wir bitten dich um Trost und Beistand
für alle, deren Zuhause verwüstet ist,
die evakuiert werden mussten,
die Hab und Gut verloren haben.
Sende den Betroffenen die Hilfe,
die sie brauchen:tatkräftige Unterstützung,
finanziellen Beistand,
emotionale Begleitung,
unermüdliche Gebete.

Gott,
wir bitten Dich
um Frieden für die, die ihr Leben verloren haben,
und um Trost für ihre Angehörigen.Gott,
wir bitten Dich
für die Männer und Frauen,
die an ihre Grenzen gehen, um anderen zu helfen,
die Menschen aus eingeschlossenen Häusern holen,
die Dämme sichern,
die für Notunterkünfte sorgen.
Sei du ihnen nahe bei allem, was sie tun.
Stärke sie und gib ihnen Geduld und Übersicht.

Gott,
wir erkennen, wie schnell sich das Klima verändert
und in welcher Bedrohung unsere Welt steht.
Diese Naturkatastrophe führt uns vor Augen,
was wir unserer Umwelt antun.
Hilf uns umzukehren.
Lass uns nicht gegen, sondern für und mit deiner
Schöpfung leben.

„Ich aber schicke mein Gebet zu dir,
zu der Zeit, Herr, die dir gefällt:
Antworte mir, Gott, in deiner großen Güte,
zeig mir deine Treue und rette mich!
Zieh mich aus dem Schlamm,
sonst muss ich darin versinken!
Rette mich aus dem Strudel …
und aus dem tiefen Wasser!
(Psalm 69,14.15)

Helga Schröck-Vietor

Text: APK/EKiR
Foto(s): APK

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